Belladonna atropa - Tollkirsche

Bild von Belladonna atropa - Tollkirsche

Weitere Namen sind Irrbeere, Teufelsbeere, Schlafkirsche, Todeskraut und Mörderbeere.

Der Name Atropa bezieht sich auf die Schicksalsgöttin Atropos, die Grausame/Unerbittliche, die den Lebensfaden durchschneidet. Der Name Belladonna bedeutet schöne Frau. Bei einer Einnahme kommt es zu einer Weitstellung der Pupillen und damit zu schönen grossen und leuchtenden Augen. Im Mittelalter wurde der Tollkirschsaft mit verdünntem Wasser getrunken. Damit sind Schönheit und Tod im Namen vereint. 

Einer Legende nacht gehörte die Tollkirsche dem Teufel, der sie das ganze Jahr hindurch pflegte. In Hexensalben war sie nur gelegentlich Bestandteil, da sie zu giftig war. Die Tollkirsche erzeugt Halluzinationen und intensive Träume, die sehr real sind, darum wurde sie von den Inquisitoren bei den Hexenprozessen eingesetzt. Danach hatte man die gewünschten magischen Beweise und den Pakt mit dem Teufel als Beweis.

Belladonna ist eine der giftigsten Pflanzen in Mitteleuropa. Wenn man die  schwarzen Früchte verzehrt, kann das zum Tode führen. Die Tollkirsche ist ein Nachtschattengewächs, wie Hyoscyamus niger und Stramonium. Belladonna homöopathisch eingesetzt, kann wahre Wunder bewirken.  Medizinisch wird die Tollkirsche seit dem Altertum als Schmerz- und Narkosemittel eingsetzt.

In der Homöopathie ist Belladonna eines unserer größten Kindermittel.