Der Mond

Der Mond, seine Geheimnisse und Mythen

Seit Menschengedenken hat der Mond die Menschen fasziniert.

Als grösstes und hellstes Objekt am nächtlichen Himmel, hat er nicht nur die Phantasie der Menschen angeregt, sondern sich auch unzählige Male in Kulturen und Religionen manifestiert. Er inspiriert Poeten ebenso wie Philosophen und Wissenschaftler. Um sich ein eigenes Bild vom Mond machen können, habe ich einige Informationen für Sie zusammengestellt.

Mond und Zeit

Islam und Judentum richten sich noch heute nach dem Mondkalender. Der jüdische Kalender z.B. beginnt jeden Monat mit dem Neumond.

Die beweglichen Feiertage Ostern, Christi Himmelfahrt, Pfingsten und Fronleichnam werden bis heute vom Stand des Mondes bestimmt. Seit dem 2. Jahrhundert n.Chr. wird Ostern an jenem Sonntag gefeiert, der auf den ersten Frühlingsvollmond folgt. Ostern ist also nie vor dem 22. März und nie nach dem 25. April. Die übrigen Feiertage hängen davon ab, wann Ostern gefeiert wird.

Mond und Mythen

Im alten England glaubte man, der Mond könne eine Frau schwängern und das Ungeborene mit seinen Lichtstrahlen füttern. Dieses Ungeborene würde sich aber nicht richtig entwickeln, es würde ein Mondkalb daraus, was die Mutter unweigerlich verlieren müsse.

Hildegard von Bingen hinterließ in einem ihrer Bücher die düstere Prognose, daß Knaben, die wenige Tage nach Vollmond gezeugt wurden, schwachsinnig wären und Schwängerung bei Mondenschein blöde und mondsüchtige Kinder zur Folge hätte.

Mond und Mythologie

Diana, eine Göttheit der legendären Amazonen, war deren Göttin der Jagd und des Mondes und Beherrscherin der wilden Tiere. Sie stand auch für die Zeit von Neumond bis Halbmond. So wurde sie noch Jahrhunderte verehrt und auch oft mit Zauberei in Verbindung gebracht.

Diese große Göttin hatte viele Namen und tauchte später dann als Maria im Christentum auf. In vielen alten Darstellungen findet man die Gottesmutter auf einer Mondsichel stehend abgebildet. Als Mondgöttin war sie auch verantwortlich für die Meere und Gezeiten. Durch die Anbetung der Jungfrau Maria wurde indirekt der Kult der jungfräulichen Göttin Diana fortgesetzt.

Mond und Pflanzen

Es gibt viele Pflanzen, die dem Mond zugeordnet sind.
Die Ringelblume wird z.B. auch als Mondblume, die Sonnenblume als Mondscheinrose bezeichnet.

Weiden waren als die heiligen Bäume des Mondes bekannt. Den Weiden wurden alle möglichen Verbindungen mit Hexen und Mond nachgesagt. Für viele Heilrituale wurde ein Weidenstab benutzt und ein zünftiger Hexenbesen wird immer von Weidenbast zusammengehalten.

Mond und Poesie 1

Erleuchtung ist wie der Mond, der sich im Wasser spiegelt.

Der Mond wird nicht naß, der Wasserspiegel nicht gebrochen.

Mond und Poesie 2

Johann Wolfgang von Goethe

An Luna

Schwester von dem ersten Licht,
Bild der Zärtlichkeit in Trauer!

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