Valeriana officinalis - Baldrian

Bild von Valeriana officinalis - Baldrian

weitere Namen sind Katzenkraut, Mondwurzel, Stinkwurzel und Waldspeik.

Die Baldrianpflanze ist in Europa und Asien heimisch. Es wächst überall in Deutschland, in Wäldern, an Flussufern und auf feuchten Wiesen. Die Pflanze wird bis zu 1,5 m hoch. Baldrian galt als Universalheilmittel. Es werden die Wurzeln verwendet, die im September gesammelt werden. Heute findet sich Baldrian in vielen pflanzlichen Kombinationsmitteln oder auch als Einzelpräparat und wird in der Regel bei Schlafstörungen eingesetzt. In der Homöopathie wird sie weniger eingesetzt.

In den Zeiten der großen Seuchen wurde dem Baldrian grosse Heilkraft zugesprochen. Baldrian war eines der wichtigsten Mittel gegen die Pest. In Sachsen war es im Mittelalter Brauch, Neugeborene in Baldrian zu baden, um der Pest vorzubeugen.

An mystischen Orten und versteckten Quellen ist Baldrian zu finden. Darum wird es auch noch Wildfräuleinkraut und Elfenkraut genannt. Der Name Baldrian stammt vom Lichtgott Baldur ab. Baldur war der Sohn Odins und Freias und der gütigste unter den nordischen Göttern. 
Wie allen stark riechenden Pflanzen wird auch dem Baldrian eine antidämonische Wirkung zugesprochen. Er soll die Fähigkeit besitzen böse Geister, Teufel und Hexen zu vertreiben. Baldrian besitzt einen ähnlichen Geruch wie Katzenkot, der sogar das Geruchsorgan der Hexen unangenehm berührt. Waren Menschen vom Teufel besessen, hat man mit Baldrian Räucherungen durchgeführt.

Baldrian, Dost und Dill
kann die Hexe nicht, wie sie will

Baldrian wird von Katzen geliebt, die sich auf der Pflanze mit Wonne wälzen. Auf Ratten hat Baldrian auch eine angenehme Wirkung. So wurde es von Rattenfängern gerne eingesetzt.